Dienstag, 22. Juli 2014

Let's Click, baby!

Schon seitdem wir die Katzen haben, hatten wir die Idee, sie mit einem Klicker zu trainieren. Ja, genauso wie man das mit Hunden macht. Unsere Kater sollten Wohnungskatzen bleiben, daher wollten wir sie einfach ein bisschen fordern und uns eine intensive Beschäftigung mit ihnen verschaffen.

Zuerst vergaßen wir die Idee wieder und als sich heraus stellte, dass der eine Kater wirklich Potential hatte, bestellten wir dann doch.
Er hat von alleine angefangen die Mäuse nach dem Werfen ins Maul zu nehmen und davonzutragen. Irgendwann hatten wir ihn mit viel Geduld soweit, dass er sie ab und zu auch bei uns ablieferte. Mittlerweile klappt es ganz gut und er bringt sie zu 99% wieder, ausser wenn er dann keine Lust mehr hat :D

Da war uns natürlich klar, sowas müssen wir mit Klickern fördern! Also haben wir Amazon angeworfen und uns die verschiedenen Angebote angeguckt. Entschieden haben wir uns letztlich für eins der billigsten Angebote: 13€ inkl Klicker. Wir wussten einfach nicht, wie gut oder schlecht der Klicker und das Training bei ihnen ankommen würden und mit 13€ macht man da nicht viel falsch. Finden könnt ihr den Klicker hier.



Über Amazon selbst muss ich wahrscheinlich nicht viel sagen, da findet man ja genug zu im Internet. Ich will euch hauptsächlich die Box vorstellen mit dem Inhalt und wie meine Katzen auf das Training reagiert haben.


Das ist die Klicker-Box. Alles ist darin verstaut, dabei bleibt sie trotzdem ganz handlich. Enthalten sind ein Klicker, ein kleines Büchlein und Karten mit Trainingseinheiten.


Der Klicker ist leider nur aus Plastik. Ist aber eigentlich völlig okay, da die Box ja recht billig war und das Ganze nur zum Probieren gedacht war. Laut der Packung soll er extra leise sein, ich habe da aber keine Vergleichspunkte. Er hat einen gescheiten Druckpunkt und lässt sich leicht drücken. Das Geräusch ist auf jeden Fall laut genug um von der Katze wahrgenommen zu werden und er ist schön handlich. Er entspricht von der Länge her in etwa meinem Daumen. Er hat hinten eine Schlaufe, an der man ein Band befestigen könnte.


Das Büchlein (oder neudeutsch Booklet...) hat circa 50 Seiten. Ich als Einsteiger habe es gelesen und würde es wirklich allen empfehlen, die sich noch nicht großartig mit dem Thema auseinander gesetzt haben. In dem Büchlein geht es vor allem darum, wie das Klickertraining funktioniert.


Und zum Schluss: die Trainingskarten! 36 Stück sind enthalten, aber nicht jede wird man wohl trainieren wollen. Die Karten sind in drei Bereiche unterteilt: Basics, Erziehungsübungen und Tricks.

Es wird empfohlen mit den Basics anzufangen, da sie später bei den Erziehungskarten und den Tricks nützlich sein können. Bei der Erziehung geht es zum Beispiel darum, die Katze ohne Theater und ganz entspannt in den Transportkorb spazieren zu lassen oder Besucher zu tolerieren. Das wären also die perfekten Übungen um der Katze die ein oder andere Macke abzugewöhnen.

Bei den Tricks handelt es sich um solche klassischen Sachen wie "Pfötchen geben", "Überspringen" und "Männchen" aber auch Sachen wie Slalom und Agility sind zu finden.

Was mich an den Karten positiv beeindruckt: Es gibt nicht nur ein Ziel, sondern es wird Schritt für Schritt erklärt, wie man vorgehen soll. Klappt es ganz gut, dann gibt es Tipps um das Training zu verbessern. Wem die Übung gut gefallen hat, für den gibt es noch Variationen.


Unser Fazit:

Wenn wir die Katzen trainieren, teilen wir sie in verschiedenen Räumen auf und widmen uns ihnen nacheinander. Zuerst wird die eine Katze trainiert, dann die andere. So haben beide genug Ruhe und die volle Aufmerksamkeit. Man braucht viel Geduld und darf wirklich nicht ungeduldig werden, so etwas merkt die Katze schnell und ist dann überfordert und hat auch gar keinen Spaß mehr beim Training.

Unsere Katzen kommen ganz gut mit dem Training klar und man könnte sagen, sie haben Spaß dabei. Sie sind eigentlich immer recht willig und zeigen auch, wenn sie keine Lust mehr haben. Nach 3 Sitzungen hatten sie die erste Karte sicher drauf und machen auch bereitwillig mit.

Zum Ausprobieren lohnt sich die Box sicher, wer aber weitermachen möchte, sollte vielleicht einen hochwertigeren Klicker bestellen und, wenn man eben möchte, auch ein richtiges Target.
Viel kann man auf jeden Fall mit der Box nicht falsch machen und unseren Katzen zumindest macht es wirklich Spaß!

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