Montag, 14. September 2015

[Piercing Blogparade] Helix Piercing

Heute bin ich mit meinem ersten Piercing bei der Piercing-Blogparade dabei. Wir sind ein paar Mädels, die sich entschlossen haben, euch an unseren Erfahrungen mit den Piercings teilhaben zu lassen und schreiben zu den Piercings die wir selbst so besitzen.



Heute geht es bei mir um das Helix-Piercing! Mein Helixpiercing war das erste Piercing, dass ich mir jemals machen ließ. Ich müsste dort so 13-14 Jahre alt gewesen sein (also circa 2005?) und mein Vater hat mich damals begleitet.

Es war eine recht spontane Aktion und wirklich viel Ahnung hatten weder ich, noch (und das erst recht nicht!) mein Vater bei dieser Sache. Wir befanden uns gerade in einem Juwelier und da ich mir dort auch schon das dritte Ohrloch schießen lies und zufrieden war, fragte ich nach einem Helixpiercing.
Mein Vater erlaubte es, meine Mutter auch, somit war die Sache geklärt.

Genauso wie bei den anderen Ohrlöchern wurde auch mein Helix geschossen, eben mit dieser typischen Schießpistole dafür. Leider kann ich es nicht wirklich empfehlen und ich werde euch erklären wieso. Aber erstmal die Fakten:

Was ist ein Helix-Piercing?

Wikipedia sagt dazu: "Ein Helix-Piercing ist ein Piercing an der Helix, der wulstartigen Umrandung der Ohrmuschel. An dieser Stelle besteht die Ohrmuschel aus Knorpelgewebe."
Besser könnte ich es selbst auch nicht ausdrücken.



Wie wurde das Piercing gestochen? 

Das Piercing wurde bei mir geschossen, da ich aber schon bei anderen zugeschaut habe, kann ich trotzdem meinen Senf dabei beitragen:
Zuerst wird die Stelle desinfiziert und die Wunschstelle mit Farbe markiert. Nachdem ihr euch vergewissert habt, dass die Lage so passt, hält der Piercer das Ohr mit einer speziellen Zange fest und sticht mit einer Nadel durch den Knorpel. Anschließend zieht er die Nadel aus dem Plastikkanal, der an der Nadel befestigt ist. Dieser Plastikkanal verbleibt kurz im Ohr. Dann wird der Ersteinsatz in den Plastikkanal geschoben und mit dem Herausziehen des Plastikkanals wird der Ersteinsatz in die Wunde eingesetzt.
Das ist so der Regelfall, natürlich kann das auch anders gehandhabt werden :) Und so läuft eigentlich auch fast jedes Piercing ab.

Wie arg war der Schmerz beim Stechen?

Oh, Knorpel ist immer ein wenig böse ;D Ich kann mich nurnoch daran erinnern dass es richtig saftig weh tat, kann aber leider keine Nummer mehr auf einer Skala nennen. Ich weiß nur so viel:
Mein Bester hat sich zwei davon stechen lassen und er ist nicht sehr Schmerzempfindlich. Trotzdem war er danach leichenblass und hat von selbst zugegeben dass es schon richtig weh tut.


Wie habe ich mein Helix-Piercing gepflegt?

Ich habe zum Pflegen das Wunddesinfektionsmittel Octenisept bekommen, das gab es damals noch in einer kleinen Flasche mit einer Pipette. Mittlerweile müsste es das auch anders geben. Man bekommt es in der Apotheke.

Wie lange beträgt die Heilungszeit?

Das kommt sehr auf die Methode an, mir der das Piercing gestochen wurde. Wird es gepuncht, verringert sich die Heilungszeit enorm, soweit ich weiß. Gestochen beträgt die Heilungszeit 3-6 Monate, bei mir hat es die vollen 6 Monate gebraucht.
In der Heilungszeit war es sehr empfindlich und gerade am Anfang hat es sich bei mir sehr entzündet. Ich bin sehr oft mit den Haaren daran hängen geblieben, hatte allerdings auch nur einen normalen medizinischen Ohrring im Piercing. Nachdem ich irgendwann in den sauren Apfel gebissen hatte und mir einen richtigen Stecker reinmachen ließ, verheilte es besser. Lasst ihr euer Piercing aber bei einem richtigen Piercer mit dem richtigen Ersteinsatz stechen, dann geht das wesentlich unproblematischer!
Erst nach der Heilungszeit sollte der Ersteinsatz geändert werden, beliebt sind Labrets und Circular Barbells (Hufeisen).

Wie war es während dem Verheilen? Wie ist es jetzt?

Der Ersteinsatz-Stecker war bei mir viel zu klein und hat sich leider arg in die Wunde verkrümmelt, so dass er grauenvoll schmerzhaft herausgezogen werden und ersetzt werden musste. Glaubt mir, das wollt ihr nicht!
Geht lieber zu einem fähigen Piercer und lasst euch eure Helix-Piercings niemals mit einer Pistole schießen!
Ich konnte eine ganze Weile nicht auf dem rechten Ohr schlafen und auch heute zwiebelt es noch manchmal, wenn es gereizt ist.
Ansonsten ist es wirklich total unproblematisch. Es stört nicht, es sieht schnieke aus und wars das allemale wert.
Da mein Piercing mit einer normalen Ohrloch-Pistole geschossen wurde, habe ich jetzt nur die Größe eines normalen Ohrring-Steckers und kann dementsprechen auch nur normale Ohrringe tragen. Leider ein wenig schade, schon alleine aufgrund dessen würde ich es nie wieder so machen.
Ich müsste es wohl noch einmal neu stechen lassen oder es dehnen, damit ich dort gängige Piercinggrößen (1,2 mm oder 1,6 mm) tragen könnte.
Auch jetzt nach Jahren kann ich das Piercing einfach herausnehmen und eine ganze Weile nicht tragen, da es schon so alt ist.

Wie teuer war das Helixpiercing?

Den Preis kann ich euch ehrlich nicht nennen, da mein Vater mir das Piercing schenkte.

Falls ihr euch noch weiter für das Piercing interessiert, haben noch 3 andere Mädels über das Helix-Piercing gebloggt:
Jasmin von Mimi im Wunderland
CoCo von The truth we hear with our hearts
Kelly von Kelly's Rainbow Road
und  DaFraKo von Mrs. DaFraKo


Habt ihr auch ein Helix-Piercing? Wurde es gestochen oder gepuncht? Würdet ihr es wieder machen lassen?

Kommentare:

  1. Mein Helix wurde damals leider auch geschossen (genauso wie mein Piercing im Nasenflügel) ich war nämlich ziemlich jung damals (11 J./1997) und da waren Piercings noch nicht so verbreitet. 3 Jahre später hingegen... nya das ist ne andere Geschichte. Wie du schon geschrieben hast: Lasst euch kein Piercing mit einer Ohrlochpistole schießen. Das Gewebe wird nur verschoben, im schlimmsten Fall zerstrümmert & das kann den Heilungsprozess fast unmöglich machen. Im allerschlimmsten Fall kommt es zu "wilden Fleisch". Blumenkohlohren sind die Folge =(
    Mein Helix hat somit auch ewig zum verheilen gebraucht aber ich habe mich dann entschlossen mein Ohrloch zu weiten (1,6mm) um normale Piercings zu tragen. Seit ich diese trage (in all meinen Ohrlöchern) sind meine Ohrpiercings wunderschön und nie wieder entzunden gewesen.
    Punchen macht übrigends nur Sinn, wenn man einen Tunnel im Knorpel haben möchte und nicht alle Piercer machen das. Es ist äußerst blutig ein ganzes Stück rausschneiden zu lassen und man spürt das schon anders als das stechen mit einer Hohlnadel. Übrigends sollte man kein Knorpelgewebe dehnen -> auch hier, Gefahr von Blumenkohlohren.

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    1. Leider kann es auch beim Stechen zu wildem Fleisch kommen, ist einem Kumpel von mir passiert. Vielleicht sollte ich mein Helix dann auch nochmal größer Stechen lassen. Mal sehen! :)

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